Gustav Jenner


Gustav Jenner (03.12.1865-29.08.1920)

Gustav Cornelius Uwe Jenner wurde am 3. Dezember 1865 in Keitum auf Sylt geboren.


Jenner zeigte bereits während seiner Schulzeit ein starkes Interesse für Musik und nahm Klavierunterricht. Schon als Jugendlicher übte er das komponieren.

Er besuchte das Gymnasium in Kiel und studierte anschließend Musik in Kiel und Hamburg.

1884 erkannten etwa zur gleichen Zeit Klaus Groth und Theodor Storm seine musikalische Begabung und förderten ihn.


Über seine Bekanntschaft mit dem Dichter Klaus Groth (dem er 1899 seine dritte Sonate für Geige und Klavier widmete) gelangte Jenner nach dem frühen Tod seines Vaters nach Wien, wo er von 1888-1895 der einzige Kompositionsschüler von Johannes Brahms wurde.

Auf Empfehlung von Brahms und Groth wurde Jenner im März 1895 Universitätsmusikdirektor und später Dirigent des akademischen Konzertvereins in Marburg.

1900 wurde er dort Professor.

In Marburg erhielt er auch 1904 - in Anerkennung seiner Verdienste um das städtische Kulturleben - die Ehrendoktorwürde der Philipps-Universität verliehen.

Gustav Jenner starb am 29. August 1920 in Marburg.

Werke (u.a.)

- Sonate in G-Dur für Klarinette und Klavier op. 5 (1900)

- Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello Nr. 3 F-Dur



Quellen:

Kunz, Harry/ Steensen, Thomas: Sylt Lexikon, Wachholtz Verlag Neumünster, S. 158-159

http://www.clarinet.ch/cd/cd5.asp

http://www.uni-marburg.de/fb09/hma/jenner